Beitragsbemessungsgrenze 2026: Was Gutverdiener jetzt mehr zahlen Datum:28. Juni 2026 Author:Ralf Bischoff Zum 1. Januar 2026 sind die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung erneut gestiegen. Wer gut verdient, merkt das direkt auf der Gehaltsabrechnung: Die Sozialabgaben steigen, weil ein größerer Teil des Bruttogehalts beitragspflichtig wird – gleichzeitig zieht ein höherer durchschnittlicher Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung zusätzlich Geld ab. Für die meisten Beschäftigten ändert sich dadurch nichts, denn die Anpassung betrifft ausschließlich Einkommen oberhalb der bisherigen Grenzen. Wer aber zu den Besserverdienenden zählt, sollte die neuen Zahlen kennen – und wissen, wie viel das am Ende tatsächlich kostet. Das Wichtigste in Kürze Die Beitragsbemessungsgrenze in der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt 2026 auf 8.450 Euro monatlich (101.400 Euro jährlich) – erstmals über die 100.000-Euro-Marke. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt auf 5.812,50 Euro monatlich (69.750 Euro jährlich). Zusätzlich steigt der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der GKV von 2,5 % auf 2,9 % – das trifft Gutverdiener besonders, weil der Zusatzbeitrag prozentual bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben wird. Ein Single-Arbeitnehmer mit 10.000 Euro Bruttogehalt zahlt 2026 rund 87 Euro mehr pro Monat an Sozialabgaben als 2025 – zusammen mit dem Arbeitgeberanteil sind es etwa 172 Euro mehr im Monat. Die Versicherungspflichtgrenze (ab der man in die private Krankenversicherung wechseln kann) steigt auf 6.450 Euro monatlich (77.400 Euro jährlich). Was ist die Beitragsbemessungsgrenze überhaupt? Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) legt fest, bis zu welcher Höhe des Bruttoeinkommens Beiträge zur Sozialversicherung erhoben werden. Jeder Euro, der über dieser Grenze verdient wird, bleibt beitragsfrei – das gilt unabhängig davon, wie hoch das tatsächliche Gehalt ausfällt. Wer also deutlich mehr verdient als die Grenze, zahlt trotzdem nur Beiträge bis zum Höchstbetrag. Hintergrund der jährlichen Anpassung ist die allgemeine Lohnentwicklung: Steigen die Durchschnittseinkommen, werden auch die Bemessungsgrenzen angehoben. Grundlage für die Werte 2026 ist die Lohnentwicklung des Jahres 2024 mit einem Anstieg von 5,16 Prozent. Ohne diese Anpassung würde der Beitrag von Spitzenverdienern zur Finanzierung der Sozialversicherung mit der Zeit relativ sinken, während sich die Lasten zunehmend auf niedrigere Einkommen verschieben würden. Das Bundeskabinett hat die neuen Rechengrößen am 8. Oktober 2025 beschlossen. Wichtig zu wissen: Es gibt nicht eine, sondern mehrere unterschiedliche Bemessungsgrenzen – je nach Versicherungszweig. Die neuen Werte 2026 im Überblick Versicherungszweig Monatlich 2026 Jährlich 2026 Monatlich 2025 Veränderung Renten- & Arbeitslosenversicherung (allgemein) 8.450 € 101.400 € 8.050 € +400 € Rentenversicherung (knappschaftlich) 10.400 € 124.800 € 9.900 € +500 € Kranken- & Pflegeversicherung 5.812,50 € 69.750 € 5.512,50 € +300 € Versicherungspflichtgrenze (GKV) 6.450 € 77.400 € 6.150 € +300 € Die Werte für Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie für Kranken- und Pflegeversicherung gelten seit 2025 bundesweit einheitlich – die frühere Unterscheidung zwischen alten und neuen Bundesländern ist damit endgültig Geschichte. Zur Einordnung: Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung überschreitet 2026 erstmals die Marke von 100.000 Euro im Jahr. In der knappschaftlichen Rentenversicherung – relevant für Beschäftigte im Bergbau – lag dieser Wert bereits länger darüber. Warum trifft das gerade Gutverdiener besonders hart? Die reine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze ist nur die halbe Geschichte. 2026 kommt für gesetzlich Krankenversicherte ein zweiter Kostentreiber dazu: der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der GKV. Das Bundesgesundheitsministerium hat ihn für 2026 auf 2,9 Prozent festgesetzt – ein Anstieg von 0,4 Prozentpunkten gegenüber 2025 (2,5 Prozent). Zusammen mit dem bundeseinheitlichen allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Gesamtbeitragssatz von 17,5 Prozent, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig teilen. Entscheidend dabei: Sowohl der allgemeine Beitragssatz als auch der Zusatzbeitrag werden prozentual auf das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Wer also genau an oder über der Grenze verdient, bekommt die volle Wirkung beider Effekte gleichzeitig zu spüren: die höhere Bemessungsgrenze und den höheren Beitragssatz. Bei einigen Krankenkassen liegt der tatsächliche Zusatzbeitrag inzwischen sogar über 4 Prozent, während die günstigsten Kassen unter 2,2 Prozent liegen – ein Kassenvergleich kann sich für Gutverdiener daher besonders lohnen, da sich die Differenz prozentual auf ein höheres Bemessungsvolumen auswirkt. Werbung: Konkrete Rechenbeispiele: So viel mehr zahlen Gutverdiener 2026 Zahlen wirken abstrakt, solange man sie nicht auf ein konkretes Gehalt anwendet. Die folgenden Beispiele zeigen die tatsächliche Mehrbelastung für 2026 gegenüber 2025 – jeweils für den Arbeitnehmeranteil und für die Gesamtbelastung inklusive Arbeitgeberanteil. Angenommen wird dabei der durchschnittliche Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent; bei teureren Krankenkassen kann die tatsächliche Mehrbelastung entsprechend höher ausfallen. Beispiel 1: Bruttogehalt 7.500 Euro im Monat (1 Kind, gesetzlich krankenversichert) Versicherungszweig AN-Anteil 2025 AN-Anteil 2026 Differenz pro Monat Rentenversicherung 697,50 € 697,50 € 0,00 € Arbeitslosenversicherung 97,50 € 97,50 € 0,00 € Krankenversicherung 471,32 € 508,59 € +37,27 € Pflegeversicherung 99,22 € 104,62 € +5,40 € Summe 1.365,54 € 1.408,22 € +42,68 € Bei diesem Gehalt liegt das Einkommen unterhalb der Renten-Bemessungsgrenze – dort ändert sich also nichts, weil ohnehin das volle Gehalt verbeitragt wird. Die Mehrbelastung entsteht hier ausschließlich in der Kranken- und Pflegeversicherung, weil 7.500 Euro über der dortigen (niedrigeren) Bemessungsgrenze liegen. Das macht rund 512 Euro mehr pro Jahr, allein auf der Arbeitnehmerseite. Beispiel 2: Bruttogehalt 10.000 Euro im Monat (kinderlos, gesetzlich krankenversichert) Versicherungszweig AN-Anteil 2025 AN-Anteil 2026 Differenz pro Monat Rentenversicherung 748,65 € 785,85 € +37,20 € Arbeitslosenversicherung 104,65 € 109,85 € +5,20 € Krankenversicherung 471,32 € 508,59 € +37,27 € Pflegeversicherung (inkl. Kinderlosenzuschlag) 132,30 € 139,50 € +7,20 € Summe 1.456,92 € 1.543,79 € +86,88 € Bei diesem Einkommen liegt das Gehalt über beiden Bemessungsgrenzen – hier wirkt der Effekt also in voller Breite. Der Arbeitgeber zahlt parallel einen vergleichbaren Mehrbetrag von rund 85 Euro im Monat (ohne den Kinderlosenzuschlag, den ausschließlich Arbeitnehmer allein tragen). Zusammengerechnet bedeutet das für Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite eine Mehrbelastung von rund 172 Euro pro Monat beziehungsweise gut 2.060 Euro im Jahr – Geld, das vollständig in die Finanzierung der Sozialversicherung fließt und nicht als Nettogehalt oder zusätzliche Lohnkosten zur Verfügung steht. Hinweis: Die Beispiele gehen vom durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % aus. Bei Kassen mit höherem individuellem Zusatzbeitrag – teils über 4 % – fällt die tatsächliche Mehrbelastung entsprechend höher aus. Die einzelnen Versicherungszweige im Detail Rentenversicherung: Erstmals über 100.000 Euro Jahresgrenze Die allgemeine Rentenversicherung kennt 2026 eine Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 Euro im
Kindergeld 2026 und Kinderfreibetrag: Diese Beträge gelten jetzt
Kindergeld 2026 und Kinderfreibetrag: Diese Beträge gelten jetzt Datum:27. Juni 2026 Author:Ralf Bischoff Seit dem 1. Januar 2026 gelten neue Beträge für Familien in Deutschland: Das Kindergeld 2026 steigt auf 259 Euro pro Monat, der Kinderfreibetrag erhöht sich auf 9.756 Euro pro Kind. Beide Leistungen hängen eng zusammen, schließen sich aber gegenseitig aus – welche Variante für Sie günstiger ist, entscheidet automatisch das Finanzamt. Dieser Artikel zeigt alle aktuellen Beträge, Anspruchsvoraussetzungen und die wichtigsten Regeln im Überblick. Das Wichtigste in Kürze Kindergeld 2026: 259 € pro Kind und Monat (vorher 255 €), unabhängig vom Einkommen der Eltern. Kinderfreibetrag 2026: 9.756 € pro Kind für beide Elternteile zusammen (vorher 9.600 €). Beide Leistungen gibt es nicht parallel: Das Finanzamt führt automatisch eine Günstigerprüfung durch. Für die meisten Familien mit mittlerem Einkommen bleibt das Kindergeld die bessere Wahl. Der Kinderfreibetrag lohnt sich in der Regel erst ab einem zu versteuernden Einkommen von rund 84.000 € (zusammen veranlagt) bzw. 42.000 € (Alleinerziehende). Kindergeld 2026: Wie hoch ist der aktuelle Betrag? Zum 1. Januar 2026 ist das Kindergeld von 255 Euro auf 259 Euro pro Kind und Monat gestiegen – das entspricht 3.108 Euro im Jahr und Kind. Seit der Reform 2023 gilt dieser Betrag einheitlich, unabhängig davon, ob es sich um das erste oder das vierte Kind in der Familie handelt. Die Erhöhung erfolgt automatisch; Eltern müssen dafür nichts gesondert beantragen oder ändern. Das Kindergeld 2026 wird unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt. Entscheidend sind ausschließlich die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen – etwa der Wohnsitz beziehungsweise gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland und die unbeschränkte Einkommensteuerpflicht. Wer hat Anspruch auf Kindergeld? Grundsätzlich haben Eltern oder Erziehungsberechtigte Anspruch auf Kindergeld für ihre Kinder bis zum 18. Lebensjahr – ganz automatisch, ohne weitere Bedingungen. Darüber hinaus besteht der Anspruch bis zum 25. Lebensjahr, wenn das Kind: sich in der Schulausbildung, einer Berufsausbildung oder einem Studium befindet, sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befindet, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD) absolviert, eine Zweitausbildung durchläuft, sofern diese im Vordergrund steht und das Kind nicht überwiegend arbeitet. Für Kinder mit einer Behinderung, die vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist, kann der Anspruch auf Kindergeld zeitlich unbegrenzt bestehen, sofern sich das Kind nicht selbst unterhalten kann. Kinderfreibetrag 2026: Diese Beträge gelten Der Kinderfreibetrag stellt sicher, dass das Existenzminimum eines Kindes steuerfrei bleibt. Für 2026 setzt er sich aus zwei Komponenten zusammen: Bestandteil Betrag für beide Elternteile Betrag pro Elternteil Kinderfreibetrag (Existenzminimum) 6.828 € 3.414 € BEA-Freibetrag (Betreuung, Erziehung, Ausbildung) 2.928 € 1.464 € Gesamt 9.756 € 4.878 € Damit steigt der Kinderfreibetrag 2026 gegenüber dem Vorjahr um 156 Euro (2025: 9.600 €). Leben die Eltern getrennt, erhält jeder Elternteil grundsätzlich die Hälfte. Der Freibetrag eines Elternteils kann unter bestimmten Voraussetzungen auf den anderen Elternteil übertragen werden – etwa, wenn dieser keinen Unterhalt zahlt. Der Kinderfreibetrag steht nicht nur leiblichen Kindern zu, sondern auch adoptierten Kindern und Pflegekindern, und kann ebenso von Alleinerziehenden genutzt werden. Werbung: Kindergeld oder Kinderfreibetrag: Was bedeutet die Günstigerprüfung? Eltern müssen sich nicht selbst entscheiden, ob sie Kindergeld oder Kinderfreibetrag nutzen möchten – das übernimmt automatisch das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung. Dabei läuft es so ab: Während des Jahres erhalten Eltern laufend das Kindergeld ausgezahlt. Bei der Steuererklärung vergleicht das Finanzamt, ob die Steuerersparnis durch den Kinderfreibetrag höher ausfällt als das bereits gezahlte Kindergeld. Ist der Kinderfreibetrag günstiger, wird er angesetzt – das bereits ausgezahlte Kindergeld wird dabei gegengerechnet, sodass keine Doppelförderung entsteht. Ist das Kindergeld günstiger, bleibt es einfach bei der bisherigen Auszahlung. Diese Verrechnung sorgt dafür, dass Eltern in jedem Fall automatisch von der für sie günstigeren Variante profitieren, ohne selbst etwas berechnen oder beantragen zu müssen. Ab welchem Einkommen lohnt sich der Kinderfreibetrag? Als grobe Richtwerte gilt für 2026: Zusammen veranlagte Eltern: Der Kinderfreibetrag wird in der Regel ab einem gemeinsamen zu versteuernden Einkommen von etwa 84.000 Euro pro Jahr günstiger als das Kindergeld. Alleinerziehende: Hier liegt die Schwelle bei etwa 42.000 Euro zu versteuerndem Einkommen. Unterhalb dieser Schwellenwerte bleibt das Kindergeld 2026 für die meisten Familien die finanziell bessere Option, da 259 Euro im Monat eine spürbare, laufende Entlastung darstellen. Wichtig: Auch wer mit seinem Einkommen über diesen Werten liegt, sollte trotzdem einen Kindergeldantrag stellen – verloren geht dadurch nichts, da am Jahresende ohnehin die günstigere Variante automatisch berücksichtigt wird. Weitere Familienleistungen 2026 im Überblick Neben Kindergeld und Kinderfreibetrag gibt es 2026 weitere finanzielle Entlastungen für Familien: Kinderzuschlag: Für Familien mit geringerem Einkommen bleibt der monatliche Höchstbetrag unverändert bei 297 Euro pro Kind. Kindersofortzuschlag: Für bedürftige Kinder im Sozialleistungsbezug gilt seit 2025 unverändert ein Betrag von 25 Euro. Betreuungskosten: Ausgaben für Kita, Tagesmutter oder Hort lassen sich weiterhin als Sonderausgaben absetzen – 2026 bis zu rund 4.800 Euro pro Kind anrechenbar. Minijob-Grenze: Im Zusammenhang mit der Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro steigt 2026 auch die Minijob-Verdienstgrenze auf 603 Euro im Monat – relevant etwa für Studierende oder Schüler, für die weiterhin Kindergeld bezogen wird. Wie und wo beantrage ich Kindergeld? Kindergeld wird bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt – am besten direkt nach der Geburt des Kindes. Der Antrag ist online möglich, alternativ können die Formulare auch postalisch angefordert werden. Wichtig zu wissen: Ausgezahlt wird das Kindergeld rückwirkend nur für die letzten sechs Monate vor der Antragstellung. Für die steuerliche Verrechnung mit dem Kinderfreibetrag kann der Anspruch jedoch bis zu vier Jahre rückwirkend relevant werden. Auszahlungstermine 2026 Feste, für alle gleiche Auszahlungstermine gibt es beim Kindergeld nicht. Entscheidend ist die letzte Ziffer der persönlichen Kindergeldnummer: Bei der Endziffer 0 erfolgt die Überweisung in der Regel zu Beginn des Monats, bei der Endziffer 9 meist erst gegen Monatsende. Die genauen Termine variieren leicht von Monat zu Monat und sind in einer Tabelle der Bundesagentur für Arbeit einsehbar. Was ist mit der geplanten Kindergrundsicherung? Die frühere Bundesregierung hatte ursprünglich geplant, Kindergeld, Kinderzuschlag und weitere Familienleistungen in einer neuen Kindergrundsicherung zusammenzufassen und die Antragstellung zu vereinfachen. Mit dem Ende der Ampel-Koalition wurde diese Reform jedoch nicht wie vorgesehen umgesetzt. Ob und wann ein vergleichbares Vorhaben erneut aufgegriffen wird,
ETF-Sparplan-Vergleich 2026: Die günstigsten kostenlosen Depots im Test
ETF-Sparplan-Vergleich 2026: Die günstigsten kostenlosen Depots im Test Datum:26. Juni 2026 Author:Ralf Bischoff Kostenlose ETF-Sparpläne sind in Deutschland längst zum Standard geworden – mittlerweile werden hier jeden Monat mehrere Millionen Sparplan-Ausführungen gebucht. Und der Markt bewegt sich gerade wieder: Ab dem 1. Juli 2026 fällt EU-weit das sogenannte Payment-for-Order-Flow-Modell weg, mit dem viele Neobroker bislang einen Teil ihrer kostenlosen Angebote querfinanziert haben. Dieser Vergleich zeigt den aktuellen Stand von Juni 2026 – mit allen Konditionen, Testurteilen und den wichtigsten Unterschieden zwischen Neobrokern und klassischen Direktbanken. Das Wichtigste in Kürze Kostenlose ETF-Sparpläne sind Standard: Bei den meisten Neobrokern und vielen Direktbanken fallen weder Ausführungs- noch Depotgebühren an. Ab 1. Juli 2026 tritt das EU-weite PFOF-Verbot in Kraft. Die großen Neobroker haben angekündigt, ihre Preise trotzdem stabil zu halten. Testsieger im aktuellen justETF-Vergleich: Scalable Capital („Hervorragend“), dicht gefolgt von finanzen.net zero und Consorsbank. Wichtigste Stellschrauben beim Vergleich: Ausführungsgebühr, Mindestsparrate, Anzahl kostenloser ETFs, Depotgebühr und Cash-Zins auf das Verrechnungskonto. Consorsbank hat seit Oktober 2025 die Kaufgebühr für Sparpläne komplett abgeschafft – ein Beispiel dafür, wie schnell sich der Markt noch bewegt. ETF-Sparplan-Markt 2026: Was sich gerade ändert Drei Entwicklungen prägen den Markt aktuell besonders: 1. Das PFOF-Verbot steht unmittelbar bevor. Mit der MiFIR-Revision (Verordnung (EU) 2024/791) verbietet die EU ab dem 1. Juli 2026 das sogenannte Payment for Order Flow – also Zahlungen von Market-Makern an Broker dafür, dass diese Kundenorders an sie weiterleiten. Dieses Modell hat bislang einen Teil der kostenlosen Angebote bei Neobrokern mitfinanziert. Sowohl Trade Republic als auch Scalable Capital haben angekündigt, ihre Preisstruktur trotzdem beizubehalten. Möglich wird das unter anderem dadurch, dass Trade Republic seit Januar 2026 über eine eigene BaFin-Lizenz für ein eigenes Handelssystem (MTF) verfügt und damit weniger auf PFOF-Einnahmen angewiesen ist. Spürbar dürfte allenfalls eine minimale Ausweitung der Spreads sein – drastische Preiserhöhungen erwarten Marktbeobachter wegen des hohen Wettbewerbsdrucks unter den Neobrokern nicht. 2. Auch klassische Banken ziehen nach. Die Consorsbank berechnet seit Oktober 2025 keine Kaufgebühr mehr für ETF-Sparpläne – ein deutliches Signal, dass sich auch traditionelle Direktbanken dem Preisdruck der Neobroker nicht mehr entziehen können. 3. Die Auswahl wächst weiter. Manche Broker bieten inzwischen mehr als 2.700 sparplanfähige ETFs an. Mit Traders Place ist außerdem ein vergleichsweise junger Neobroker aus Freilassing in Bayern auf dem Markt, der sich mit besonders niedrigen Kosten positioniert. Vergleichstabelle: Die wichtigsten Anbieter auf einen Blick Anbieter Sparplankosten ETF-Auswahl Mindestsparrate Depotgebühr Zins auf Cash Testurteil (justETF) Scalable Capital* 0 € über 2.700 1 € 0 € (Free) / 4,99 €/Monat (Prime+) 2,50 % p.a.* Hervorragend Trade Republic* 0 € über 2.600 (alle ETFs) 1 € 0 € 2,25 % p.a. Sehr gut finanzen.net zero* 0 € über 2.200 1 € 0 € k. A. Hervorragend Consorsbank* 0 € (seit 10/2025) groß 10 € 0 € mit Sparplan, sonst 3,99 €/Monat k. A. Hervorragend Traders Place* 0 € rund 2.000–2.300 1 € 0 € rund 1,75 % p.a. Sehr gut Smartbroker+* 0 € umfangreich 1 € 0 € k. A. Sehr gut ING* 0 € mittelgroß 1 € 0 € k. A. Sehr gut comdirect* 1,5 % (außer Aktions-ETFs: 0 €) groß abhängig vom ETF 0 € (erste 3 Jahre), danach 1,95 €/Monat** k. A. Sehr gut DKB* 1,50 € pauschal (rund 500 Aktions-ETFs: 0 €) über 2.000 25 € 0 € (Girokonto Voraussetzung) k. A. Gut *Scalable Overnight, separates Tagesgeldkonto seit März 2026, Einlagensicherung bis 500.000 € über mehrere Partnerbanken**vermeidbar durch laufenden Sparplan oder regelmäßige Trades Alle Angaben ohne Gewähr, Stand Juni 2026. Konditionen, Aktionen und ETF-Anzahl können sich kurzfristig ändern – prüfen Sie vor Vertragsabschluss immer das aktuelle Preisverzeichnis des jeweiligen Anbieters. Werbung: Die besten Neobroker für ETF-Sparpläne Scalable Capital* ist im aktuellen justETF-Test der Gesamtsieger mit der Bestnote „Hervorragend“. Im kostenlosen Free-Tarif zahlen Sie für ETF-Sparpläne durchgehend 0 € Ausführungsgebühr – egal ob bei den über 1.500 PRIME-Partner-ETFs (Amundi, iShares, Vanguard, Xtrackers) oder den übrigen rund 2.700 sparplanfähigen ETFs. Außerhalb von Sparplänen fällt im Free-Tarif eine Pauschale von 0,99 € pro Trade an; wer regelmäßig handelt, kann mit dem Prime+-Tarif für 4,99 € im Monat unbegrenzt viele Trades ab 250 € gebührenfrei abwickeln. Seit März 2026 bietet Scalable mit „Scalable Overnight“ außerdem ein separates Tagesgeldkonto mit 2,50 % Zinsen, dessen Guthaben über mehrere Partnerbanken auf bis zu 500.000 € abgesichert ist. Trade Republic* bleibt bei seinem bewährten, sehr einfachen Modell: 0 € für Sparpläne, 1 € Pauschale für Einzelorders, keine Depotgebühr. Besonders praktisch: Alle über 2.600 verfügbaren ETFs sind ausnahmslos sparplanfähig – es gibt keine Einschränkung auf bestimmte Partner-ETFs. Auf nicht investiertes Guthaben zahlt Trade Republic 2,25 % Zinsen. Seit Januar 2026 verfügt der Berliner Neobroker über eine eigene Handelsplatz-Lizenz, was die Abhängigkeit von Payment for Order Flow verringert. Traders Place* ist der jüngste relevante Neobroker im Vergleich, mit Sitz in Freilassing. Das Angebot ist mit rund 2.000 bis 2.300 sparplanfähigen ETFs etwas kleiner als bei den etablierten Anbietern, dafür sind Sparpläne und Depotführung durchgehend kostenlos, bereits ab 1 € Sparrate. Das Verrechnungskonto wird aktuell mit rund 1,75 % verzinst. Kritisch sehen Testportale bisher vor allem die noch ausbaufähige Weboberfläche und den Kundenservice. Smartbroker+* punktet mit einem besonders umfangreichen ETF-Sparplan-Angebot und durchgehend kostenloser Ausführung. Ein Nachteil bislang: Sparraten mussten manuell überwiesen werden, da kein automatischer Lastschrifteinzug möglich war. Seit April 2026 hat der Anbieter zumindest für Einmalbeträge eine Instant-Lastschrift eingeführt. finanzen.net zero* überzeugt im justETF-Test ebenfalls mit der Bestnote „Hervorragend“: keine Depotgebühren, 0 € Orderkosten und über 2.200 sparplanfähige ETFs. Die besten klassischen Direktbanken für ETF-Sparpläne Wer Wert auf ein vollwertiges Girokonto, persönlichen Kundenservice oder eine etablierte Hausbank-Struktur legt, findet auch bei klassischen Direktbanken inzwischen attraktive Konditionen: ING*: Sparpläne sind hier grundsätzlich ohne Kaufgebühr – das gilt bereits seit 2024. Die ETF-Auswahl ist kleiner als bei Neobrokern, deckt aber die gängigen Standardindizes wie MSCI World oder S&P 500 zuverlässig ab. Pluspunkt: telefonischer Kundenservice. Consorsbank*: Seit Oktober 2025 ebenfalls ohne Kaufgebühr für Sparpläne – eine der größten Konditionsverbesserungen des vergangenen Jahres unter den etablierten Direktbanken. Die Mindestsparrate liegt bei 10 €. comdirect*: Außerhalb von Aktions-ETFs fällt hier eine Kaufgebühr von 1,5 % der Sparrate an. Die Depotführung ist
EZB Zinserhöhung 2026: Das bedeutet sie für Sparer
EZB erhöht die Zinsen: Was die Zinswende 2026 für Sparer wirklich bedeutet Datum:19. Juni 2026 Author:Ralf Bischoff Die Europäische Zentralbank hat am 11. Juni 2026 etwas getan, womit viele nicht mehr gerechnet hatten: Sie hat die Leitzinsen erhöht. Nach einer langen Phase mit sinkenden und dann stabilen Zinsen ist das eine echte Kehrtwende. Und die EZB Zinserhöhung wirkt sich direkt auf Tagesgeld, Festgeld, Baufinanzierungen und Kredite aus. Was genau beschlossen wurde, warum die EZB jetzt gegensteuert und was das konkret für Ihr Geld bedeutet, erfahren Sie in diesem Artikel. Das Wichtigste in 30 Sekunden Die EZB hat den Einlagenzins auf 2,25 %, den Hauptrefinanzierungssatz auf 2,40 % und den Spitzenrefinanzierungssatz auf 2,60 % angehoben. Es ist die erste Erhöhung nach einer langen Senkungs- und Stabilitätsphase seit Mitte 2024. Tagesgeldkonten bieten dadurch wieder Aktionszinsen von bis zu 4 % p. a., der Marktdurchschnitt liegt bei rund 1,85 %. Bauzinsen bewegen sich aktuell zwischen 3,5 % und 4,3 % – mit leichter Tendenz nach oben. Die nächste zinsrelevante EZB-Sitzung findet am 23. Juli 2026 statt. Die EZB-Entscheidung vom 11. Juni 2026 im Überblick Auf ihrer Sitzung am 11. Juni 2026 hat die EZB folgende Leitzinsen festgelegt: Einlagenzins (Einlagefazilität): 2,25 % – der für Sparer wichtigste Satz, da er die Verzinsung bestimmt, die Banken für bei der Zentralbank „parkiertes“ Geld erhalten. Hauptrefinanzierungssatz: 2,40 % – der Zins, zu dem sich Banken regulär Geld bei der EZB leihen können. Spitzenrefinanzierungssatz: 2,60 % – der teuerste Notfall-Kreditzins für Banken. Damit beendet die EZB eine bemerkenswert lange ruhige Phase. Nach zehn Zinserhöhungen in Folge zwischen 2022 und Oktober 2023 blieben die Leitzinsen zunächst stabil. Vom 6. Juni 2024 bis zum 5. Mai 2025 folgten dann mehrere Zinssenkungen, bevor die Zinsen über ein Jahr lang nahezu unverändert blieben – bis zur jetzigen Erhöhung im Juni 2026. Warum erhöht die EZB die Zinsen jetzt? Eine Zinserhöhung mitten in einer wirtschaftlich angespannten Lage überrascht zunächst. Marktbeobachter führen die Entscheidung vor allem auf drei Faktoren zurück: Inflationsrisiken durch Energiepreise: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten sorgen für Unsicherheit bei den Öl- und Energiepreisen, was die Inflation in der Eurozone wieder anheizen könnte. Expansive Finanzpolitik in Deutschland und Europa: Umfangreiche staatliche Investitionsprogramme – etwa die deutschen Sondervermögen für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung – kurbeln die Nachfrage an und können Preise zusätzlich treiben. Steigende Staatsverschuldung: Wenn mehrere europäische Staaten gleichzeitig neue Anleihen ausgeben, steigen tendenziell die Renditen am Anleihemarkt – ein Effekt, der sich auch auf andere Zinsen wie Pfandbriefe und damit Bauzinsen durchschlägt. Die EZB reagiert damit präventiv, um zu verhindern, dass die Inflation erneut außer Kontrolle gerät. Was die EZB Zinserhöhung für Tagesgeld und Festgeld bedeutet Für Sparerinnen und Sparer ist die Zinserhöhung zunächst eine gute Nachricht. Zum 1. Juni 2026 lag der durchschnittliche Tagesgeldzins über alle verglichenen Banken bei 1,85 % – das war bereits der neunte monatliche Anstieg in Folge. Die fünf besten Anbieter kamen im Schnitt sogar auf 3,36 % und damit auf den höchsten Stand seit 16 Monaten. Wer genau hinschaut, findet aktuell noch deutlich attraktivere Konditionen: Einzelne Direktbanken wie die Norisbank oder die Renault Bank direkt locken Neukunden mit befristeten Aktionszinsen von bis zu 4 % p. a. für drei bis sechs Monate (Stand: Mitte Juni 2026). Solche Topangebote gelten meist nur für eine begrenzte Zeit und oft nur für Neukunden – nach Ablauf der Aktion fällt der Zins häufig deutlich. Ein regelmäßiger Vergleich lohnt sich also mehr denn je. Bei Festgeld gilt: Wer von weiter steigenden Zinsen ausgeht, sollte sich nicht zu lange binden. Wer hingegen das aktuelle Niveau für attraktiv hält, kann mit einer Festgeldanlage die jetzigen Konditionen für mehrere Jahre sichern. Werbung: Was sich für Bauzinsen und Kredite ändert Auch Bauzinsen reagieren auf die Zinswende. Mitte Juni 2026 liegen die effektiven Jahreszinsen für eine zehnjährige Zinsbindung bei rund 3,5 bis 4,0 %, bei einer zwanzigjährigen Bindung bei etwa 3,9 bis 4,3 %. Kurzfristig rechnen Experten mit einer Seitwärtsbewegung mit Schwankungen von 0,1 bis 0,3 Prozentpunkten, mittelfristig – also auf Sicht von etwa sechs Monaten – wird ein leichter Aufwärtstrend für wahrscheinlich gehalten. Für alle, die eine Baufinanzierung oder Anschlussfinanzierung planen, bedeutet das: Wer kurz vor dem Abschluss steht, sollte das aktuelle Zinsniveau nicht durch Zuwarten gefährden. Eine verlässliche Prognose über mehrere Jahre ist angesichts geopolitischer Unsicherheiten kaum möglich. Was die EZB Zinserhöhung für ETF-Sparpläne und Geldanlage bedeutet Steigende Leitzinsen wirken sich grundsätzlich auch auf die Kapitalmärkte aus: Anleihen werden im Vergleich zu Aktien wieder etwas attraktiver, und höhere Zinsen können kurzfristig für mehr Schwankungen an den Börsen sorgen. Für langfristig orientierte ETF-Sparpläne ändert sich dadurch grundsätzlich wenig – wer über Jahre oder Jahrzehnte spart, sollte sich von einzelnen Zinsentscheidungen nicht aus der Ruhe bringen lassen und seinen Sparplan unabhängig von kurzfristigen Marktbewegungen fortführen. Hinweis: Dieser Artikel stellt keine individuelle Anlage- oder Finanzberatung dar, sondern dient der allgemeinen Information. Praktische Tipps: So reagieren Sparer jetzt richtig Bestandskonten prüfen: Viele Banken passen Bestandskundenzinsen langsamer an als Neukundenkonditionen. Ein Vergleich lohnt sich auch für bereits bestehende Tagesgeldkonten. Aktionszinsen genau lesen: Befristete Top-Angebote sind oft nur für wenige Monate gültig – prüfen Sie, was nach Ablauf der Aktion passiert. Notgroschen zuerst: Bevor Sie höhere Zinsen für eine Festgeldanlage sichern, sollte ein flexibel verfügbarer Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto vorhanden sein. Einlagensicherung beachten: Achten Sie bei Banken im EU-Ausland auf ein solides Länderrating und die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Baufinanzierung zeitnah klären: Wer eine Finanzierung plant, sollte sich angesichts der unsicheren Zinsentwicklung frühzeitig beraten lassen. Ausblick: Wann entscheidet die EZB wieder? Die nächste zinsrelevante Sitzung der EZB findet am 23. Juli 2026 statt. Bis dahin dürften vor allem die Inflationsdaten aus der Eurozone und die Entwicklung der Energiepreise im Zusammenhang mit den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten entscheidend dafür sein, ob die EZB ihren neuen Kurs fortsetzt. Häufige Fragen zur EZB-Zinserhöhung 2026 (FAQ) Wie hoch ist der EZB-Leitzins aktuell? Seit dem 11. Juni 2026 liegt der Einlagenzins bei 2,25 %, der Hauptrefinanzierungssatz bei 2,40 % und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,60 %. Wann tagt die EZB das nächste Mal? Die nächste zinsrelevante Sitzung ist für den
Mietkautionskonto war gestern: bargeldlose Mietkaution per Bürgschaft für Privat- und Gewerbekunden
Mietkautionskonto war gestern: Warum die bargeldlose Mietkaution per Bürgschaft die bessere Wahl ist – für Privat- und Gewerbekunden Datum:10. Juni 2026 Author:Ralf Bischoff Wer eine neue Wohnung oder gewerbliche Räumlichkeiten mietet, kennt das Problem: Noch bevor man den ersten Karton schleppt, müssen oft mehrere tausend Euro als Mietkaution auf den Tisch. Geld, das dann jahrelang gebunden ist und praktisch nicht für einen arbeitet. Doch es gibt eine clevere Alternative zum klassischen Mietkautionskonto – die bargeldlose Mietkaution per Bürgschaft. In diesem Artikel erfährst du, wie sie funktioniert, welche Vorteile sie gegenüber dem traditionellen Kautionskonto bietet und warum KAUTEL für Privatmieter wie auch für Gewerbekunden die empfehlenswerteste Lösung auf dem deutschen Markt ist. Was ist ein Mietkautionskonto – und wo liegen seine Grenzen? Das Mietkautionskonto ist die bekannteste Form der Mietkaution in Deutschland. Dabei zahlt der Mieter die Kautionssumme – gesetzlich geregelt durch § 551 BGB auf maximal drei Nettokaltmieten begrenzt – auf ein spezielles Konto ein. Dieses Konto wird entweder vom Vermieter als Treuhandkonto oder vom Mieter selbst als verpfändetes Sparkonto geführt. Das Geld muss getrennt vom übrigen Vermögen angelegt werden und wird nach Ende des Mietverhältnisses – bei ordnungsgemäßem Auszug – zurückgezahlt. Klingt fair, hat aber in der Praxis deutliche Nachteile: Das Kapital ist für die gesamte Mietdauer vollständig gebunden. Bei einer Drei-Zimmer-Wohnung mit 1.000 Euro Kaltmiete reden wir schnell von 3.000 Euro, die schlicht weg sind – für Jahre, manchmal Jahrzehnte. Der Zinssatz auf klassischen Kautionskonten ist zwar gestiegen, kompensiert aber den Liquiditätsverlust kaum. Dazu kommt: Wer gerade umzieht, muss möglicherweise gleichzeitig Kaution für die alte und die neue Wohnung vorhalten. Eine erhebliche finanzielle Belastung. Für Gewerbekunden ist die Situation noch drückender: Gewerbliche Kautionen können schnell fünf- bis sechsstellige Summen erreichen – Kapital, das im Betrieb dringend gebraucht wird. Die bargeldlose Mietkaution: Das Prinzip der Mietkautionsbürgschaft Die Mietkautionsbürgschaft ist die einzige vollständig bargeldlose Alternative zur klassischen Barkaution. Statt Geld zu überweisen, erhält der Vermieter eine offizielle Bürgschaftsurkunde von einer Versicherungsgesellschaft. Diese Urkunde hat rechtlich sogenannten „Bargeldcharakter“ – das bedeutet: Der Vermieter kann im Schadensfall (z. B. bei Mietschäden oder ausstehenden Mietzahlungen) die Versicherung direkt in Anspruch nehmen, genau wie bei einem Barguthaben. Der Mieter seinerseits zahlt keine einmalige hohe Summe, sondern eine überschaubare monatliche, vierteljährliche oder jährliche Prämie an die Versicherung. Das eigene Kapital bleibt unangetastet. Die wichtigsten Vorteile der Mietkautionsbürgschaft im Überblick: Volle finanzielle Flexibilität: Das Geld, das sonst als Kaution blockiert wäre, bleibt auf dem eigenen Konto und kann investiert, gespart oder für andere Zwecke genutzt werden. Sofortiger Schutz für den Vermieter: Die Bürgschaftsurkunde ist genauso sicher wie Bargeld – der Vermieter ist lückenlos abgesichert. Keine Mindestvertragslaufzeit: Im Gegensatz zu manchen Bankprodukten kann die Bürgschaft jederzeit beendet werden, indem der Mieter die Urkunde vom Vermieter zurückverlangt und an die Versicherung zurücksendet. Komplett online abschließbar: Kein Papierkram, kein Banktermin, kein Warten – alles läuft digital. Zusage bereits vor der Anmietung: Man kann die Bürgschaft beantragen, bevor überhaupt ein Mietvertrag unterschrieben ist, und damit als solventer Wohnungsbewerber auftreten. Werbung: Mietkautionskonto vs. Bürgschaft: Der direkte Vergleich für Privatmieter Wer eine Wohnung mietet, sollte beide Optionen kennen: Beim klassischen Mietkautionskonto zahlt man die volle Kautionssumme ein und wartet auf die Rückzahlung nach Auszug. Das Geld fehlt für die eigene Lebensgestaltung, die Urlaubsplanung oder den Aufbau von Rücklagen. Bei der Mietkautionsbürgschaft zahlt man stattdessen eine kleine Jahresprämie – in der Regel einen einstelligen Prozentsatz der Kautionssumme. Bei einer Kaution von 2.000 Euro liegt die Prämie beispielsweise im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr. Dafür bleiben die 2.000 Euro komplett frei verfügbar. Das Rechenbeispiel macht den Unterschied plastisch: Wer 3.000 Euro Kaution über fünf Jahre auf einem Mietkautionskonto bindet, verzichtet auf die Möglichkeit, dieses Geld anzulegen oder für wichtige Ausgaben zu nutzen. Selbst bei einem Tagesgeldzins von 3 % p. a. erzielt man zwar etwas Rendite – doch die echte finanzielle Freiheit, über sein Geld selbst zu bestimmen, hat einen viel höheren Wert. Die Mietkautionsbürgschaft eignet sich besonders für: Erstmieter, die beim Einzug ohnehin viele Ausgaben haben (Umzug, Möbel, Einrichtung). Mieter, die gerade von einer Wohnung in eine andere wechseln und nicht doppelt belasten möchten. Alle, die ihr Kapital lieber selbst verwalten und nicht monatelang auf die Kautionsrückzahlung warten wollen. Menschen mit gutem Haushaltsgefühl, die keine Liquidität unnötig binden möchten. Bargeldlose Mietkaution für Gewerbekunden: Liquidität schützen, Wachstum finanzieren Während Privatmieter oft über einige tausend Euro Kaution sprechen, sind die Kautionssummen im gewerblichen Bereich häufig um ein Vielfaches höher. Ein Unternehmen, das Büro-, Lager- oder Produktionsflächen mietet, kann mit Kautionsforderungen von 10.000 Euro, 50.000 Euro oder deutlich mehr konfrontiert werden. Dieses Kapital auf einem Kautionskonto festzulegen bedeutet für Unternehmen: weniger Liquidität für Investitionen, weniger Spielraum für laufende Betriebskosten, weniger Wachstumspotenzial. Die gewerbliche Mietkautionsbürgschaft schafft hier echten unternehmerischen Mehrwert: Liquidität im Unternehmen halten: Statt Kapital festzulegen, zahlt das Unternehmen eine jährliche Prämie ab 250 Euro und behält die volle Investitionsfähigkeit. Bilanzoptimierung: Die nicht gebundene Liquidität stärkt die Eigenkapitalquote und verbessert das Standing gegenüber Banken und Investoren. Flexibilität bei Expansion: Wachsende Unternehmen, die neue Standorte erschließen, können mehrere Mietobjekte absichern, ohne die Bilanz zu belasten. Branchenweit einsetzbar: Ob Gastronomie, Handel, Technologieunternehmen, Handwerk, Logistik oder Medizin – die gewerbliche Mietkaution per Bürgschaft ist für alle Branchen nutzbar. Für die Beantragung einer gewerblichen Mietkautionsbürgschaft werden in der Regel nur wenige Unterlagen benötigt: ein gültiger Mietvertrag sowie eine Gewerbeanmeldung oder ein Handelsregisterauszug. Bei höheren Kautionssummen kann eine Bonitätsprüfung über die Creditreform erfolgen sowie die Vorlage aktueller Jahresabschlüsse oder einer Gewinn- und Verlustrechnung verlangt werden. Existenzgründer können ebenfalls Bürgschaften beantragen – mit Gewerbeanmeldung und Mietvertrag ist der Einstieg möglich. KAUTEL: Unsere klare Empfehlung für die bargeldlose Mietkaution Wer nach einem zuverlässigen, erfahrenen und unkomplizierten Anbieter für die Mietkautionsbürgschaft sucht, landet früher oder später bei KAUTEL – und das zu Recht. KAUTEL ist ein deutsches Unternehmen (ein Angebot der cresult GmbH) mit Sitz in Deutschland, das sich seit Jahren auf Mietbürgschaften und gewerbliche Bürgschaftslösungen spezialisiert hat. Über 50.000 zufriedene Kunden sprechen eine deutliche Sprache. Was KAUTEL für Privatmieter bietet: Die private Mietkautionsbürgschaft über KAUTEL ist denkbar einfach: Der Antrag läuft vollständig online ab, in wenigen Schritten erhält man ein
Kinderdepots 2026: Warum es eine der klügsten Entscheidungen für Ihr Kind ist
Kinderdepots 2026: Warum es eine der klügsten Entscheidungen für Ihr Kind ist Datum:11. Mai 2026 Author:Ralf Bischoff Die besten Anbieter im Vergleich | Aktuelle Steuerzahlen | Frühstart-Rente NEU Stellen Sie sich vor: Ihr Kind wird 18 Jahre alt und findet auf seinem Konto ein Vermögen von 30.000 Euro oder mehr – aufgebaut durch monatliche Sparbeträge, die Sie heute mit nur wenigen Klicks einrichten können. Das klingt nach Zukunftsmusik? Keineswegs. Wer früh mit einem Kinderdepot startet, schenkt seinem Kind einen finanziellen Grundstein, der im Erwachsenenleben einen riesigen Unterschied machen kann. 2026 kommt zusätzlich Bewegung in das Thema: Die Bundesregierung plant mit der Frühstart-Rente eine staatliche Förderung speziell für den Vermögensaufbau von Kindern. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie als Elternteil aktuell wissen müssen – inklusive der neuesten Zahlen, dem brandaktuellen Anbietervergleich (Stand Mai 2026) und dem Überblick zur Frühstart-Rente. 1. Was ist ein Kinderdepot? Ein Kinderdepot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen eines minderjährigen Kindes (unter 18 Jahren) eröffnet wird. Es funktioniert genauso wie ein reguläres Depot: Eltern oder Erziehungsberechtigte können darin Aktien, ETFs, Fonds und andere Wertpapiere kaufen und halten. Der entscheidende Unterschied: Das angelegte Vermögen gehört dem Kind – nicht den Eltern. Die Eltern verwalten das Depot stellvertretend, bis das Kind volljährig wird. Ab dem 18. Geburtstag übernimmt das Kind die volle Kontrolle. Wichtige Merkmale eines Kinderdepots: Depot läuft auf den Namen des Kindes Eltern sind gesetzliche Vertreter und verwalten das Depot Vermögen gehört rechtlich dem Kind Volle Verfügungsgewalt erst mit 18 Jahren (Volljährigkeit) Spekulative Produkte wie Hebelzertifikate oder Kryptowährungen sind nicht erlaubt Möglichkeit für ETF-Sparplan-Investing – teils ab nur 1 Euro/Monat 2. Warum ist ein Kinderdepot sinnvoll? Die Frage ist nicht, ob Sie Ihrem Kind ein Kinderdepot einrichten sollten – sondern warum Sie es noch nicht getan haben. Die Gründe sprechen für sich: Grund 1: Inflationsschutz Geld auf dem Sparbuch verliert Jahr für Jahr an Kaufkraft. ETFs und Aktien im Kinderdepot schützen vor dieser schleichenden Geldentwertung – und werfen historisch deutlich höhere Renditen ab als klassische Sparprodukte. Grund 2: Früher Start = deutlich mehr Vermögen Der Zinseszinseffekt wirkt beim Kinderdepot besonders kraftvoll, weil der Anlagehorizont so lang ist wie kaum sonst im Leben. Ein Kind, das ab Geburt besparte wird, kann mit 18 Jahren über ein Vielfaches mehr verfügen als eines, bei dem erst mit 10 Jahren begonnen wurde. Grund 3: Finanzbildung von klein auf Ein Kinderdepot ist nicht nur ein Investitionsinstrument – es ist auch ein Lernmittel. Kinder, die frühzeitig mit dem Thema Geld und Investitionen in Berührung kommen, entwickeln eine gesündere und kompetentere Beziehung zu Finanzen. Grund 4: Steuerliche Vorteile Kinder haben ihren eigenen Steuerfreibetrag. Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 Euro, dazu kommen der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro und ggf. eine Nichtveranlagungsbescheinigung. In der Praxis können Kapitalerträge im Kinderdepot damit weitgehend steuerfrei bleiben. Grund 5: Zweckgebundenes Startkapital Das Geld im Kinderdepot steht dem Kind zu einem entscheidenden Lebensmoment zur Verfügung – Studium, Führerschein, erste eigene Wohnung oder Ausbildungsstart. Es kann nicht versehentlich anderweitig verbraucht werden. 💡 Praxis-Tipp:Bitten Sie Großeltern, Tanten und Onkel statt Spielzeug zum Geburtstag lieber 20–50 Euro für das Kinderdepot zu überweisen. Über die Jahre summiert sich das zu einem beachtlichen Betrag. Werbung: Der Zinseszins-Effekt: Warum Zeit der entscheidende Faktor ist Der Zinseszins ist das Fundament jedes erfolgreichen langfristigen Sparers. Beim Kinderdepot wirkt er besonders kraftvoll, weil der Anlagehorizont so lang ist wie kaum sonst im Leben. Vereinfacht erklärt: Sie erzielen im ersten Jahr eine Rendite auf Ihr Kapital. Im zweiten Jahr erzielen Sie Rendite auf Kapital PLUS die Rendite des ersten Jahres – und so weiter, exponentiell wachsend. Wer 100 Euro monatlich über 18 Jahre in einen breit gestreuten ETF mit historisch durchschnittlicher Rendite von 7 % p. a. investiert, kann mit einem Endvermögen von rund 33.000 Euro rechnen – davon sind über 21.600 Euro eingezahltes Kapital und rund 11.400 Euro reiner Zinseszins-Gewinn. Dieses Verhältnis verbessert sich mit längerem Anlagehorizont dramatisch. 4. Was kann mein Kind im Alter erwarten? Die folgende Tabelle zeigt realistische Schätzungen auf Basis einer durchschnittlichen ETF-Rendite von 7 % p. a. (angelehnt an die historische Rendite des MSCI World): Sparrate / Monat Laufzeit: 10 Jahre Laufzeit: 18 Jahre Laufzeit: 25 Jahre 50 €/Monat ca. 7.800 € ca. 16.500 € ca. 26.000 € 100 €/Monat ca. 15.600 € ca. 33.000 € ca. 52.000 € 200 €/Monat ca. 31.200 € ca. 66.000 € ca. 104.000 € ⚠️ Annahme: Ø 7 % p. a. Rendite (MSCI World ETF, historischer Durchschnitt). Keine Garantie auf zukünftige Renditen. Diese Zahlen verdeutlichen: Selbst mit kleinen monatlichen Beträgen lässt sich über einen langen Zeitraum ein bedeutsames Vermögen aufbauen. Bei 200 Euro monatlich über 25 Jahre wächst das Kinderdepot auf über 100.000 Euro an. 5. Wann können Kinder das Depot auflösen? Vor dem 18. Geburtstag Solange das Kind minderjährig ist, verwalten die Eltern das Depot als gesetzliche Vertreter. Eltern können Wertpapiere kaufen und verkaufen sowie Sparpläne anpassen. Das Geld darf jedoch nicht für elterliche Zwecke genutzt werden – es gehört dem Kind. Ab dem 18. Geburtstag Mit Erreichen der Volljährigkeit übernimmt das Kind die volle Verfügungsgewalt. Es kann entscheiden, ob es das Depot weiterführt, Teile entnimmt oder es vollständig auflöst. Viele junge Erwachsene entscheiden sich, das Depot als Altersvorsorge weiterlaufen zu lassen. Praktischer Hinweis zur Depotübertragung Bei Volljährigkeit muss das Depot formal auf den nun Volljährigen übertragen werden – in der Regel ein einfacher bürokratischer Schritt beim Anbieter. Steuern fallen bei der Übertragung selbst nicht an, nur auf realisierte Gewinne beim Verkauf. 6. Steuerliche Aspekte beim Kinderdepot – aktuelle Zahlen 2026 Das Kinderdepot bietet steuerlich attraktive Rahmenbedingungen. Hier die aktuellen Zahlen für 2026: Sparerpauschbetrag 2026: 1.000 Euro Jedes Kind hat seinen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr (Stand 2026, unverändert). Kapitalerträge bis zu diesem Betrag bleiben steuerfrei. Voraussetzung: Ein Freistellungsauftrag beim Depot-Anbieter muss eingereicht werden. Grundfreibetrag 2026: 12.348 Euro Der allgemeine Grundfreibetrag wurde 2026 auf 12.348 Euro angehoben (2025: 12.096 Euro). Hat das Kind keine oder nur geringe eigene Einkünfte, können auch höhere Kapitalerträge mittels einer Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) steuerfrei bleiben. Achtung: Familienversicherung In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder
Passives Einkommen durch Dividenden 2026
Passives Einkommen durch Dividenden 2026 Datum:29. April 2026 Author:Ralf Bischoff Wie du mit einem Dividenden-Depot monatlich 150–500 € verdienst – mit aktuellen Renditen, echten Portfolio-Beispielen und konkreten Tipps für Deutschland Du öffnest morgen früh dein Depot – und auf deinem Konto sind wieder ein paar hundert Euro mehr gelandet. Nicht weil du gearbeitet hast. Nicht weil du irgendetwas verkauft hast. Einfach so. Klingt wie ein Traum? Ist es nicht. Das ist passives Einkommen durch Dividenden – und es funktioniert genau so, wie ich es gerade beschrieben habe. Vorausgesetzt, du hast die richtige Strategie und die richtigen Aktien im Depot. In diesem Artikel zeige ich dir alles, was du 2026 wissen musst: Welche Dividendenaktien aktuell die höchsten Renditen liefern, wie du ein realistisches Portfolio aufbaust, was das Ganze nach Steuern wirklich bringt – und welchen Broker du dafür nutzen solltest. ⚠️ Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien und ETFs sind mit Risiken verbunden. Vergangene Renditen garantieren keine zukünftigen Ergebnisse. Was sind Dividenden – und warum sind sie so attraktiv? Wenn du eine Aktie kaufst, wirst du Miteigentümer eines Unternehmens. Macht dieses Unternehmen Gewinn, kann es entscheiden, einen Teil davon an seine Aktionäre auszuschütten – das sind die Dividenden. Meistens passiert das einmal jährlich, manche Unternehmen zahlen quartalsweise oder sogar monatlich. Das Besondere: Du musst gar nichts tun. Kein Verkaufen, kein Handeln. Das Geld kommt einfach auf dein Verrechnungskonto. Genau das macht Dividenden zur reinsten Form des passiven Einkommens. Die entscheidende Kennzahl ist die Dividendenrendite (Dividend Yield). Sie beschreibt, wie viel Prozent des investierten Betrages du pro Jahr als Dividende zurückbekommst: Dividendenrendite = (Dividende je Aktie ÷ aktueller Aktienkurs) × 100 Beispiel: Eine Allianz-Aktie kostet ca. 390 € und zahlt 17,10 € Dividende pro Jahr → Dividendenrendite = 4,4 %. Bei 10.000 € Anlage wären das 440 € brutto pro Jahr. Dividendenaktien Deutschland 2026: Was sich verändert hat Die Dividendensaison 2026 ist eröffnet – und sie bringt eine deutliche Verschiebung mit sich. Versicherungskonzerne haben die Automobilhersteller als Dividendenkönige im DAX abgelöst: Allianz schüttet allein über 6 Mrd. € aus (17,10 € je Aktie, +11 % gegenüber Vorjahr, Rendite ca. 4,4 %) Munich Re erhöht auf 24,00 € je Aktie (+20 %), ebenfalls Rendite ca. 4,4 % Hannover Rück steigert die Ausschüttungsquote auf über 57 % Die DAX-Gesamtausschüttung liegt bei rund 52–55 Mrd. € – 26 bis 29 von 40 Unternehmen erhöhen ihre Dividende Automobil schwächelt: VW kürzt deutlich, und hohe nominelle Renditen bei Mercedes (7,4 %) oder VW (6,4 %) sind primär Ausdruck gefallener Kurse, keine echte Stärke Die durchschnittliche DAX-Dividendenrendite liegt 2026 bei rund 2,8–3,0 %. Für höhere Einnahmen brauchst du eine gezielte Aktienauswahl oder Dividenden-ETFs. Aktuelle Top-Dividendenaktien 2026 – die Übersicht Hier sind die wichtigsten Dividendenaktien für deutsche Anleger mit aktuellen Renditen (Stand April 2026). Die Yields beziehen sich auf den Aktienkurs zum Zeitpunkt der Recherche und können sich täglich verändern. Aktie Dividende 2026 Yield (April 26) Erhöhung ggü. Vj. Quellensteuer Zahlweise Deutsche Telekom 1,00 € ca. 3,5 % +11 % 0 % (Einlagekto.) Jährlich Apr. E.ON 0,57 € ca. 3,5 % +3,6 % 0 % Jährlich Mai Allianz 17,10 € ca. 4,4 % +11 % 0 % Jährlich Mai Munich Re 24,00 € ca. 4,4 % +20 % 0 % Jährlich Mai Vonovia (REIT) 1,25 € ca. 5,2 % Comeback 0 % (Einlagekto.) Jährlich Mai BASF 2,25 € ca. 4,5 % gleichbl. 0 % Jährlich Mai DHL Group 1,90 € ca. 4,0 % +2,7 % 0 % Jährlich Mai Freenet 2,07 € ca. 7,6 % +5,1 % 0 % Jährlich Mai Imperial Brands (UK) ca. 1,60 £ ca. 5,7 % +5-8 % 0 % (UK) Quartalsweise British American Tobacco ca. 3,34 $ ca. 5,9 % +5,3 % 0 % (UK) Quartalsweise Realty Income (REIT, USA) ca. 3,24 $ ca. 5,2 % Wachst. seit 32J. 15 % (US) Monatlich 💡 Wichtig zu Telekom und Vonovia: Die Dividenden werden 2026 steuerfrei aus dem steuerlichen Einlagekonto gezahlt. Das klingt toll – aber Vorsicht: Es handelt sich um eine Steuerstundung, keine echte Steuerbefreiung. Dein Einstiegskurs wird steuerlich gemindert, was bei einem späteren Verkauf zu höheren Gewinnen führt. Die besten Dividenden-ETFs für Deutschland 2026 Du willst breit streuen und dir die Einzeltitel-Auswahl ersparen? Dann sind Dividenden-ETFs dein Weg. Hier die wichtigsten auf einen Blick: ETF ISIN/WKN TER p.a. Aussch.-Rendite Ausschüttung Fondsvolumen Vanguard FTSE All-World High Div Yield IE00B8GKDB10 / A1T8FV 0,29 % ca. 3,2 % Quartalsweise 7,9 Mrd. € iShares STOXX Global Select Dividend 100 DE000A0F5UH1 / A0F5UH 0,46 % ca. 4,3 % Quartalsweise 4,4 Mrd. € SPDR S&P Global Dividend Aristocrats IE00B9CQXS71 / A1T8GD 0,45 % ca. 3,9 % Quartalsweise 1,3 Mrd. € iShares Core EURO Dividend IE0008471009 / 263530 0,40 % ca. 5,7 % Quartalsweise groß JPMorgan Global Equity Premium Income IE0003UVYC20 / A3EHRE 0,35 % ca. 8,3 %* Monatlich 1,2 Mrd. € * Der JPMorgan Global Equity Premium Income ETF arbeitet mit einer Covered-Call-Strategie. Ein Teil der hohen Ausschüttung kann Kapitalrückgabe sein – kein echter Dividendenertrag im klassischen Sinne. Gut für Cashflow, aber mit bedacht einsetzen. 📌 Steuerlicher Vorteil von Aktien-ETFs: Bei ETFs mit mindestens 51 % Aktienquote greift in Deutschland die 30 %ige Teilfreistellung. Das bedeutet, nur 70 % der Erträge sind steuerpflichtig – ein echtes Plus gegenüber Einzelaktien-Dividenden. Werbung: Monatliche Dividenden – so bekommst du jeden Monat Geld Das große Problem der meisten deutschen Dividendenaktien: Sie zahlen nur einmal im Jahr, meist im Mai. Für wirklich passives Monatseinkommen brauchst du eine Strategie. Option 1: Monatlich zahlende Aktien Realty Income (O): Monatlich 0,2705 USD, Rendite ca. 5,2 %, 32 Jahre Dividendenwachstum, im April 2026 die 669. monatliche Dividende in Folge Main Street Capital (MAIN): BDC, monatlich ca. 5–6 % Rendite STAG Industrial: Industrieimmobilien-REIT, monatlich ca. 4 % Option 2: Monatlicher Cashflow durch versetzte ETF-Ausschüttungen (3-ETF-Strategie) Diese Strategie liefert jeden Monat eine ETF-Ausschüttung – bei vollständiger Diversifikation: Januar / April / Juli / Oktober: iShares STOXX Global Select Dividend 100 (A0F5UH) Februar / Mai / August / November: SPDR S&P Global Dividend Aristocrats (A1T8GD) März / Juni / September /
Die 5 besten KI-Finanztools für Privatanleger 2026
Die 5 besten KI-Finanztools für Privatanleger 2026 Datum:19. April 2026 Author:Ralf Bischoff Künstliche Intelligenz hat längst die Finanzwelt erreicht – und das ist eine echte Chance für Privatanleger. Während KI-Tools früher nur Hedgefonds und Großbanken vorbehalten waren, stehen heute smarte Anwendungen für jeden zur Verfügung: für den Berufstätigen, der nebenbei sein Depot optimieren möchte, für den ETF-Einsteiger und für den aktiven Trader mit wenig Zeit. In diesem Artikel zeige ich dir die 5 besten KI-gestützten Finanztools, die du als Privatanleger in Deutschland 2026 wirklich nutzen kannst. Kein Tech-Jargon, keine Theorie – nur praktische Tools, die dir bei der Geldanlage helfen. Warum KI-Finanztools für Privatanleger immer relevanter werden Die Zahlen sprechen für sich: Laut einer aktuellen Studie zum Jahreswechsel 2026 wollen über 55 % der Deutschen ihre Finanzen lieber selbst in die Hand nehmen, als auf Bankberater zu setzen – Tendenz steigend. Das Problem: Wer allein entscheidet, braucht gute Informationen, schnelle Analysen und zuverlässige Tools. Genau hier kommen KI-Finanztools ins Spiel. Sie analysieren Marktdaten in Echtzeit, erkennen Muster in Charts, erstellen Portfoliovorschläge und helfen sogar bei der Steuerklärung. Kurz gesagt: Du bekommst Funktionen, für die Profianleger früher teure Finanzberater bezahlt haben. Die 5 besten KI-Finanztools für Privatanleger im Überblick 1. Finanzguru – Dein persönlicher KI-Finanzassistent Finanzguru* ist eine deutsche App, die deine Konten und Ausgaben per KI analysiert. Sie kategorisiert automatisch alle Transaktionen, zeigt dir Sparpotenziale und gibt personalisierte Empfehlungen – zum Beispiel, wo du zu viel für Versicherungen oder Abos ausgibst. Ideal für: Budgetplanung, Ausgabenanalyse, Sparziele Besonderheit: Vollständig DSGVO-konform, Server in Deutschland Kosten: Kostenlos (Premium ca. 4 €/Monat) 2. Scalable Capital – KI-gestütztes Robo-Investing Scalable Capital* gehört zu den führenden Robo-Advisors in Deutschland. Die KI analysiert dein Risikoprofil und verwaltet dein Portfolio vollautomatisch. Besonders stark: das dynamische Risikomodell, das auf Marktveränderungen in Echtzeit reagiert und das Portfolio entsprechend anpasst. Ideal für: Passives Investieren, ETF-Portfolios, Altersvorsorge Besonderheit: BaFin-reguliert, eigene Broker-Plattform integriert Kosten: Ab 0,75 % p.a. Verwaltungsgebühr 3. TradingView mit KI-Indikatoren – Chartanalyse auf neuem Level TradingView ist die weltweit meistgenutzte Plattform für Chartanalyse. 2025/2026 wurden zahlreiche KI-basierte Indikatoren integriert, die Trendmuster erkennen, Unterstützungs- und Widerstandszonen automatisch markieren und Einstiegssignale generieren. Für aktive Trader ein echter Gamechanger. Ideal für: Technische Analyse, Aktien, ETFs, Krypto, Rohstoffe Besonderheit: Riesige Community, tausende benutzerdefinierte Indikatoren Kosten: Kostenlose Basisversion; Pro ab ca. 15 €/Monat Tipp: Als kostenlose TradingView-Alternative mit unbegrenzten Indikatoren lohnt sich ein Blick auf ProRealTime Web – besonders für Anleger, die detaillierte Backtests durchführen möchten. 4. Parqet – KI-Portfolio-Tracker mit Steuer-Feature Parqet ist ein aus Deutschland stammendes Portfolio-Management-Tool, das sich rasant zur beliebtesten App für Privatanleger entwickelt hat. Die KI-Funktionen analysieren die Performance deines Depots, zeigen Korrelationen zwischen Positionen auf und berechnen deine steuerlich relevanten Gewinne und Verluste automatisch – ein echter Zeitsparer vor dem 31. Dezember. Ideal für: Depotüberwachung, Diversifikationsanalyse, Steuerreporting Besonderheit: Unterstützt alle deutschen Broker und Depotbanken Kosten: Kostenlos (Pro-Version ab 4,99 €/Monat) 5. Claude / ChatGPT als persönlicher Finanzanalyse-Assistent Große Sprachmodelle wie Claude oder ChatGPT sind längst mehr als nur Chatbots. Du kannst ihnen deine Depotzusammensetzung erklären, Chartanalysen hochladen und konkrete Fragen stellen: „Wie korreliert mein Portfolio mit dem DAX?“, „Welche Risiken sehe ich bei einem Klumpenrisiko in Tech-Aktien?“ oder „Erklär mir den Unterschied zwischen Faktoren-ETFs und klassischen Marktkapitalisierungs-ETFs.“ Ideal für: Recherche, Erklärungen, Chartanalyse per Screenshot, Strategieentwicklung Besonderheit: Flexibel einsetzbar, keine speziellen Finanzkenntnisse nötig Kosten: Ab kostenlos bis ca. 20 €/Monat (Premium) Werbung: Welches KI-Finanztool passt zu dir? Die Wahl des richtigen Tools hängt von deinem Anlagestil ab. Wer passiv in ETFs investiert und wenig Zeit mitbringt, ist mit Scalable Capital oder Parqet bestens bedient. Aktive Trader profitieren am meisten von TradingView mit KI-Indikatoren. Für die allgemeine Finanzkontrolle im Alltag ist Finanzguru kaum zu schlagen. Und für alle, die tiefer in Themen einsteigen wollen – ohne stundenlang Artikel zu lesen – ist ein KI-Assistent wie Claude Gold wert. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Tools kannst du kostenlos oder günstig ausprobieren. Es lohnt sich, einfach anzufangen – denn wer seine Finanzen im Blick hat, trifft bessere Entscheidungen. Und ein bisschen KI-Unterstützung schadet dabei definitiv nicht. Fazit: KI macht Geldanlage demokratischer KI-Finanztools sind kein Zukunftsthema mehr – sie sind jetzt verfügbar, erschwinglich und für jeden nutzbar. Ob du monatlich 100 Euro sparst oder ein größeres Depot aktiv verwaltest: Die richtigen digitalen Helfer verschaffen dir einen echten Vorsprung. Nutze diese Tools als Ergänzung zu deinem eigenen Urteilsvermögen – nicht als Ersatz. Die finale Anlageentscheidung liegt immer bei dir. Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informiere dich vor jeder Investitionsentscheidung eigenständig oder konsultiere einen zugelassenen Finanzberater. Gefällt dir der Beitrag? Dann empfehle ihn gerne weiter. Werbung: Das könnte dir auch gefallen: All Posts Artikel Erfahrungsberichte Finanzprodukte Krypto-Steuer 2027: Haltefrist fällt zum 31.12.2026 20. September 2026 Krypto-Steuer 2027: Haltefrist fällt zum 31.12.2026 – das musst du jetzt wissen Datum:20. September 2026 Author:Ralf Bischoff Ein Referentenentwurf des… zum Artikel Beitragsbemessungsgrenze 2026: Was Gutverdiener jetzt mehr zahlen 28. Juni 2026 Beitragsbemessungsgrenze 2026: Was Gutverdiener jetzt mehr zahlen Datum:28. Juni 2026 Author:Ralf Bischoff Zum 1. Januar 2026 sind die Beitragsbemessungsgrenzen in… zum Artikel Werbung: Schreibe ein Kommentar Antwort abbrechen Du bist angemeldet als Ralf Bischoff. Dein Profil bearbeiten. Abmelden? Erforderliche Felder sind mit * markiert Message*
Altersvorsorgedepot 2027: Der große Riester-Nachfolger-Test
Altersvorsorgedepot 2027: Der grosse Riester-Nachfolger-Test Datum:8. April 2026 Author:Ralf Bischoff Förderung, Kosten, beste Anbieter – alles was du jetzt wissen solltest Das wichtigste in Kürze: Das Altersvorsorgedepot ersetzt ab dem 1. Januar 2027 die gescheiterte Riester-Rente. Der Bundestag hat das neue Gesetz am 27. März 2026 beschlossen. Kernpunkte: Staatliche Förderung von bis zu 540 Euro pro Jahr, Anlage in ETFs und Fonds, kein Versicherungsmantel mehr, erstmals auch Selbständige förderberechtigt. Wer ab 2027 dabei sein will, sollte sich jetzt vorbereiten. Warum das Altersvorsorgedepot ein Gamechanger ist Jahrelang galt die Riester-Rente als Sinnbild für bürokratisches Kuddelmuddel: hohe Kosten, minimale Rendite, kaum jemand hat sie wirklich verstanden. Das ändert sich jetzt. Der Bundestag hat mit dem Altersvorsorgedepot eine der größten Rentenreformen der letzten Jahrzehnte beschlossen – und für einmal klingt das nicht wie eine leere Politikerformel, sondern wie ein echter Fortschritt für Millionen Sparerinnen und Sparer in Deutschland. In diesem Artikel erfahrt ihr, was das neue Altersvorsorgedepot genau ist, wie viel Förderung ihr bekommt, welche Anbieter infrage kommen und was ihr bereits heute tun könnt, um am 1. Januar 2027 sofort starten zu können. Was ist das Altersvorsorgedepot? (einfach erklärt) Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot für die private Altersvorsorge. Das Konzept ist simpel: Ihr spart regelmäßig Geld in ETFs oder Investmentfonds – und der Staat legt jedes Jahr eine Zulage obendrauf. Es gibt keine verpflichtenden Beitragsgarantien mehr, die früher bei Riester dafür sorgten, dass das Geld kaum in Aktien angelegt werden durfte. Der entscheidende Unterschied zur Riester-Rente: Statt teurer Versicherungsprodukte könnt ihr günstige ETFs mit Gebühren von 0,1 bis 0,2 Prozent pro Jahr nutzen. Das klingt nach wenig Unterschied, ist aber über Jahrzehnte ein Vermögensfaktor – dazu später mehr. Altersvorsorgedepot vs. Riester-Rente: Der direkte Vergleich Hier seht ihr auf einen Blick, was sich gegenüber der alten Riester-Rente konkret verändert: Kriterium Riester-Rente (alt) Altersvorsorgedepot (neu) Anlageform Versicherung/Fonds mit Garantie ETFs & Fonds frei wählbar Beitragsgarantie 100 % Pflicht Keine Pflicht (optional) Durchschn. Rendite p.a. ~1-2 % nach Kosten ~6-8 % (bei ETFs möglich) Grundförderung/Jahr 175 Euro fest Bis zu 540 Euro (dynamisch) Kinderzulage/Jahr 300 Euro (ab 2008) Bis 300 Euro (1:1 Matching) Kosten Bis 3-4 % Effektivkosten Max. 1,0 % Kostendeckel Selbständige Nicht förderberechtigt Erstmals förderberechtigt Flexibilität Starr, 70 % Verrentungspflicht Flexibel, bis 30 % Einmalentnahme Start Seit 2002 aktiv Ab 01.01.2027 Fazit: Das Altersvorsorgedepot ist in praktisch jeder relevanten Kategorie besser aufgestellt als die Riester-Rente. Besonders der Wegfall des Versicherungsmantels und die deutlich höhere und flexiblere Förderung sind echte Gamechanger. Wie hoch ist die staatliche Förderung? Die Förderung des Altersvorsorgedepots funktioniert anders als bei Riester – und besser. Statt fixer Beträge gibt es jetzt ein dynamisches Matching-System: Der Staat zahlt 50 Prozent eurer Einzahlungen bis 360 Euro Eigenbeitrag pro Jahr, also bis zu 180 Euro. Auf Beträge zwischen 361 und 1.800 Euro gibt es 25 Prozent Zulage, was weitere 360 Euro bedeutet. Die maximale Grundzulage beträgt damit 540 Euro pro Jahr. Dazu kommt die Kinderzulage: Für Kinder mit Kindergeldanspruch erhaltet ihr bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr als 1:1-Matching des Eigenbeitrags. Familien mit mehreren Kindern profitieren also überproportional. Rechenbeispiele: Was bekomme ich wirklich? Sparerin/Sparer Eigenbeitrag/Monat Förderung/Jahr Förderquote Single, 30 J., Arbeitnehmer 100 EUR ca. 390 EUR ~33 % Familie, 2 Kinder 150 EUR bis 1.140 EUR ~63 % Selbständige(r), 40 J. 200 EUR 540 EUR ~23 % Geringverdiener, 1 Kind 50 EUR bis 600 EUR >100 % 2. Was ist SCHUFA-relevant? Diese Daten werden gespeichert Nicht jede finanzielle Aktivität erzeugt automatisch einen SCHUFA-Eintrag. Nur ganz bestimmte, sogenannte SCHUFA-relevante Ereignisse werden erfasst. Ein weit verbreiteter Irrtum: Die SCHUFA kennt weder Ihr Einkommen, noch Ihr Vermögen, Ihren Beruf, Familienstand oder Ihre Kontoauszüge. Positive SCHUFA-relevante Ereignisse (verbessern die Bonität) Eröffnung und ordnungsgemäße Nutzung eines Girokontos oder Kreditkartenkontos Aufnahme eines Ratenkredits, Autokredits oder einer Baufinanzierung Pünktliche und vollständige Rückzahlung eines Kredits Abschluss eines Telekommunikationsvertrags mit Laufzeit Negative SCHUFA-Einträge (verschlechtern den SCHUFA-Score) Unbezahlte Rechnungen nach zweifacher Mahnung und Ankündigung des SCHUFA-Eintrags Vollstreckungsbescheide und rechtskräftige gerichtliche Urteile Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Restschuldbefreiung Vorzeitige Kreditkündigung durch eine Bank Mehrfache Kreditanfragen in kurzer Zeit (schlechtes Signal) Steuerlicher Bonus obendrauf: Beitraege bis 1.800 Euro pro Jahr koennen zudem als Sonderausgaben in der Steuererklaerung abgesetzt werden. Je nach Einkommensteuersatz ergibt das eine zusaetzliche Steuerersparnis von mehreren Hundert Euro pro Jahr. Die Ansparphase ist komplett steuerfrei – besteuert wird erst bei der Auszahlung im Rentenalter. Wer darf das Altersvorsorgedepot nutzen? Eine der groessten Neuerungen gegenueber Riester: Der Kreis der Foerderberechtigten wurde massiv ausgeweitet. Arbeitnehmer: Wie bei Riester foerderberechtigt, aber mit deutlich hoeherem Foerderpotenzial. Selbstaendige: Erstmals vollstaendig foerderberechtigt. Im ersten Gesetzentwurf waren Selbstaendige ohne Rentenversicherungspflicht noch komplett ausgeschlossen – nach oeffentlichem Druck wurde das korrigiert. Beamte: Weiterhin foerderberechtigt. Eltern im Erziehungsurlaub: Ebenfalls foerderberechtigt. Geringverdiener: Profitieren besonders stark, da die Kinderzulage als 1:1-Matching schon bei kleinen Eigenbetraegen voll greift. Anlageoptionen: Was kommt ins Depot? Das Altersvorsorgedepot setzt auf Wertpapiere statt auf Versicherungsprodukte. Konkret erlaubt der Gesetzgeber folgende Anlageklassen: Breit gestreute ETFs (z.B. MSCI World, FTSE All-World) Aktiv verwaltete Investmentfonds (Risikoklassen 1-5) Anleihen und Rentenfonds Mischfonds Nicht erlaubt sind Einzelaktien, Kryptowaehaerungen und andere spekulative Instrumente. Das schraenkt zwar ein, schuetzt aber gleichzeitig unerfahrene Sparer vor sich selbst. Wichtig: Es gibt zwei Wege. Das ‚Selbstentscheider-Depot‘ erlaubt euch, ETFs vollkommen frei zu waehlen. Das ‚Standard-Depot‘ ist ein Basisprodukt, bei dem der Anbieter die Aufteilung steuert – fuer Menschen, die sich nicht um Details kuemmern wollen. Kosten: Wo der Teufel im Detail steckt Der Gesetzgeber hat einen Kostendeckel von 1,0 Prozent Effektivkosten pro Jahr eingefuehrt. Das klingt schuetzend, ist aber keine automatische Einladung zum Entspannen. Kostenrechnung über 40 Jahre: Wer das Standard-Depot mit 1,0 % Gebühren nutzt, zahlt bei 6 % Marktrendite über 40 Jahre rund 65.000 Euro mehr als jemand, der selbst einen ETF mit 0,2 % Gebühren wählt. Fazit: Das Selbstentscheider-Depot mit günstigem ETF ist fast immer die bessere Wahl. Unser Rat: Wählt einen MSCI World ETF oder FTSE All-World ETF mit einer Gesamtkostenquote (TER) unter 0,2 Prozent. Diese Produkte sind bei allen großen Neo-Brokern kostengünstig besparbar. Die besten Anbieter im Überblick (Stand April 2026) Zertifizierte Altersvorsorgedepots gibt es erst ab
SCHUFA Eintrag: Der große Ratgeber 2026
SCHUFA Eintrag: Der große Ratgeber 2026 Datum:18. März 2026 Author:Ralf Bischoff Alles, was Sie über SCHUFA-Einträge, SCHUFA-Score, Löschfristen und Ihre Rechte wissen müssen 1. Was ist ein SCHUFA Eintrag? Die wichtigsten Grundlagen Der Begriff SCHUFA-Eintrag ist eines der meistgesuchten Themen im deutschen Finanzbereich – und das aus gutem Grund. Die SCHUFA Holding AG (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist Deutschlands führende Wirtschaftsauskunftei mit Sitz in Wiesbaden. Sie wurde bereits 1927 gegründet und erfasst heute Daten über rund 68 Millionen Privatpersonen und 6,4 Millionen Unternehmen. Ein SCHUFA-Eintrag ist schlicht ein Datensatz, den die SCHUFA über Sie gespeichert hat. Dieser Eintrag kann positiv oder negativ sein. Positive Einträge – etwa ein pünktlich abgezahlter Kredit – stärken Ihre Bonität. Negative SCHUFA-Einträge, wie eine unbezahlte Rechnung, können erhebliche Auswirkungen auf Ihren Alltag haben. Wichtig zu verstehen: Die SCHUFA ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen, keine staatliche Behörde. Sie arbeitet nach dem Gegenseitigkeitsprinzip: Über 10.000 Vertragspartner aus Banken, Handel und Telekommunikation liefern Daten – und dürfen dafür Daten abfragen. Die endgültige Kreditentscheidung trifft immer das jeweilige Unternehmen, nicht die SCHUFA selbst. NEU AB MÄRZ 2026 Die SCHUFA hat am 17. März 2026 ihr Scoring-System grundlegend reformiert. Es gibt nun nur noch einen zentralen SCHUFA-Score statt sechs Branchenscores. Dieser basiert auf nur 12 klar definierten Kriterien und ist kostenlos im SCHUFA-Account einsehbar. Grund waren ein EuGH-Urteil (Februar 2025) und jahrelanger Druck von Verbraucherschützern. 2. Was ist SCHUFA-relevant? Diese Daten werden gespeichert Nicht jede finanzielle Aktivität erzeugt automatisch einen SCHUFA-Eintrag. Nur ganz bestimmte, sogenannte SCHUFA-relevante Ereignisse werden erfasst. Ein weit verbreiteter Irrtum: Die SCHUFA kennt weder Ihr Einkommen, noch Ihr Vermögen, Ihren Beruf, Familienstand oder Ihre Kontoauszüge. Positive SCHUFA-relevante Ereignisse (verbessern die Bonität) Eröffnung und ordnungsgemäße Nutzung eines Girokontos oder Kreditkartenkontos Aufnahme eines Ratenkredits, Autokredits oder einer Baufinanzierung Pünktliche und vollständige Rückzahlung eines Kredits Abschluss eines Telekommunikationsvertrags mit Laufzeit Negative SCHUFA-Einträge (verschlechtern den SCHUFA-Score) Unbezahlte Rechnungen nach zweifacher Mahnung und Ankündigung des SCHUFA-Eintrags Vollstreckungsbescheide und rechtskräftige gerichtliche Urteile Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Restschuldbefreiung Vorzeitige Kreditkündigung durch eine Bank Mehrfache Kreditanfragen in kurzer Zeit (schlechtes Signal) ACHTUNG Die SCHUFA speichert KEINE Informationen über Einkommen, Vermögen, Beruf, Wohnort, Familienstand, Religion oder Herkunft. Diese Daten kennt die SCHUFA schlicht nicht. 3. Wann entsteht ein negativer SCHUFA-Eintrag? Ein negativer SCHUFA-Eintrag entsteht nicht von heute auf morgen. Das Verfahren ist klar geregelt. Bei offenen Forderungen gilt das folgende Stufenprinzip: Stufe 1: Erste Mahnung durch das Unternehmen Stufe 2: Zweite Mahnung – mindestens 4 Wochen nach der ersten Stufe 3: Ausdrücklicher schriftlicher Hinweis auf den bevorstehenden SCHUFA-Eintrag Stufe 4: Keine Reaktion des Verbrauchers → SCHUFA-Meldung erfolgt Daneben gibt es Direkteinträge ohne Mahnverfahren, zum Beispiel bei Abschluss oder Kündigung eines Kreditvertrags, bei gerichtlichen Vollstreckungsbescheiden sowie bei Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (direkt aus dem öffentlichen Insolvenzregister). 4. Wer prüft SCHUFA-Einträge und Ihren SCHUFA-Score? Eine SCHUFA-Abfrage ist nur mit berechtigtem Interesse und Ihrer Einwilligung erlaubt, etwa beim Vertragsabschluss. In der Praxis greifen folgende Stellen auf Ihren SCHUFA-Eintrag zu: Banken und Kreditinstitute – vor jeder Kreditentscheidung, Kontoöffnung oder Kreditkartenausgabe Vermieter – beim Abschluss eines Mietvertrags (die SCHUFA-Selbstauskunft ist Standard) Telekommunikationsanbieter – bei Mobilfunk- und Internetverträgen mit Laufzeit Leasinggesellschaften und Autohändler – bei Finanzierungen und Leasingverträgen Online-Händler – bei Kauf auf Rechnung oder Ratenkauf im Hintergrund Energieversorger – bei Abschluss eines Strom- oder Gasvertrags Auch Sie selbst können Ihre SCHUFA-Auskunft kostenlos einsehen – einmal jährlich über die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO (früher: Eigenauskunft). Ab März 2026 ist dies zusätzlich direkt im neuen SCHUFA-Account möglich. IHR RECHT Einmal jährlich können Sie unter https://meineschufa.de eine kostenlose Datenkopie anfordern. Diese enthält alle gespeicherten Daten und Ihren SCHUFA-Score. Vorsicht vor kostenpflichtigen Drittanbieter-Angeboten für dieselbe Leistung! 5. Auswirkungen eines negativen SCHUFA-Eintrags Ein negativer SCHUFA-Eintrag ist kein abstraktes Problem. Er kann das Alltagsleben erheblich erschweren: Kreditvergabe: Ratenkredite, Hypotheken und Dispo werden abgelehnt oder nur zu deutlich höheren Zinsen vergeben Wohnungssuche: Vermieter lehnen Bewerber mit negativem SCHUFA-Eintrag oft sofort ab – besonders in angespannten Märkten Telekommunikation: Laufzeitverträge werden verweigert; teures Prepaid bleibt als einzige Option Kreditkarten: Klassische Kreditkarten werden abgelehnt; nur Prepaid-Kreditkarten bleiben Online-Shopping: Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung werden verweigert Leasing & Autofinanzierung: Leasingverträge und Fahrzeugfinanzierungen werden abgelehnt In extremen Fällen – etwa nach einer Privatinsolvenz – können auch normale Bankkonten schwer zu eröffnen sein. Allerdings haben Verbraucher per Gesetz Anspruch auf ein Basiskonto (P-Konto), das Banken nicht verweigern dürfen. Werbung: 6. Grenzen der SCHUFA und Ihre gesetzlichen Rechte Die SCHUFA ist mächtig – aber nicht allmächtig. Als Verbraucher haben Sie starke Rechte nach der DSGVO und dem BDSG: Auskunftsrecht (Art. 15 DSGVO): Einmal jährlich kostenlose Datenkopie mit allen Daten und Ihrem SCHUFA-Score Berichtigungsrecht (Art. 16 DSGVO): Falsche oder veraltete SCHUFA-Einträge müssen auf Widerspruch hin korrigiert oder gelöscht werden Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO): Sie können der Datenverarbeitung für bestimmte Zwecke widersprechen Erläuterungsrecht zum SCHUFA-Score: Die SCHUFA muss die wesentlichen Faktoren erläutern (EuGH-Urteil Februar 2025) Beschwerderecht: Beim Hessischen Datenschutzbeauftragten (zuständige Aufsichtsbehörde für die SCHUFA) WARNUNG VOR BETRUG Vorsicht vor unseriösen Dienstleistern, die gegen hohe Gebühren versprechen, den SCHUFA-Score zu ‚bereinigen‘ oder negative Einträge vorzeitig zu löschen. Rechtmäßige Einträge können nicht entfernt werden – solche Angebote sind fast immer Betrug. 7. Was wird mit negativem SCHUFA-Eintrag verweigert? Ein schlechter SCHUFA-Score oder ein negativer SCHUFA-Eintrag führt in der Praxis zu konkreten Ablehnungen in vielen Lebensbereichen. Die häufigsten Betroffenen berichten von: Ablehnung von Ratenkrediten, Dispositionskrediten und Hypothekendarlehen Ablehnung bei der Wohnungssuche durch Vermieter Verweigerung von Mobilfunk- und Internetverträgen mit Laufzeit Kein Kauf auf Rechnung und keine Ratenzahlung mehr im Online-Handel Ablehnung klassischer Kreditkarten – nur Prepaid-Varianten möglich Kein Leasing und keine Autofinanzierung Schlechtere Konditionen bei Versicherungen 8. SCHUFA-Löschfristen: Wann werden SCHUFA-Einträge gelöscht? Kein negativer SCHUFA-Eintrag bleibt ewig. Die SCHUFA-Löschfristen sind im SCHUFA-Verhaltenskodex (Code of Conduct) geregelt. Die Fristen laufen stets bis zum 31. Dezember des entsprechenden Jahres: Eintrag / Ereignis SCHUFA Löschfrist Kreditanfrage (nicht Konditionsanfrage) 12 Monate Erledigter Kredit (vollständig zurückgezahlt) 3 Jahre nach Erledigung Negativer SCHUFA-Eintrag (beglichene Forderung) 3 Jahre nach Begleichung Unbeglichene Forderung unter 2.000 € – sofort bezahlt Sofortige Löschung möglich Vollstreckungsbescheid / gerichtliches Urteil 3 Jahre nach Erledigung Privatinsolvenz / Restschuldbefreiung 3 Jahre nach Abschluss Girokonto / Kreditkarte (nach Kündigung)